„St. Lorenz“ – ein Werk der Nächstenliebe

Seit der Gründung vor 21 Jahren ist der St. Lorenz Schulkomplex bis heute ein karitatives Werk für die überwiegend arme Landbevölkerung im Norden Kasachstans. Alle seine Einrichtungen: Angefangen von der Schule, über den Kindergarten, das Internat, das Lehrerwohnheim, dem Obst- und Gemüseanbau, bis hin zu den Werkstätten dienen diesem Ziel. Es gibt zwar durchaus verschiedene staatliche Sozialprogramme, besonders für kinderreiche Familien, aber dennoch schaffen es viele Notleidende nicht aus eigener Kraft, den Armutskreislauf zu durchbrechen. Die Ursachen dafür sind vielfältig und es wäre nicht nur lieblos, sonder auch ungerecht, sie einfach mit den Worten „selber Schuld“ abzustempeln.

Um den Menschen hier vor Ort effektiv zu helfen, bemühen wir uns vor allem durch eine ganzheitliche Erziehung, gründend auf der christlichen Werteordnung und einer gründlichen Schulbildung. So kann den Kindern eine Zukunftsperspektive ermöglicht werden. Seit mehreren Jahren arbeiten unsere Privatschule und der staatlicher Bildungssektor in dieser Absicht erfolgreich zusammen.

Das St.-Lorenz-Gymnasium ist in unserem Rajon (Landkreis) von insgesamt über 30 Schulen das einzige Gymnasium. 159 Schüler besuchen es derzeit, von denen knapp ein Drittel aus den Nachbardörfern kommt und während der Schulzeit im Internat lebt. In unserem Kindergarten, dem einzigen in Korneevka mit ca. 2000 Einwohnern, sind aktuell 95 Kinder von 2 bis 6 Jahren. Bis auf einen minimalen Beitrag für die täglichen Mahlzeiten kann weder für die Schule noch den Kindergarten eine die Ausgaben begleichende Gebühr erhoben werden. Selbst diese geringfügigen Kosten von umgerechnet ca. 17,- Euro im Monat können viele nicht aufbringen. Deshalb erhalten in diesem Schuljahr 77 Gymnasiasten und 35 Kindergartenkinder eine Essensermäßigung zwischen 10 und 100 Prozent des Beitrages, je nach Bedarf.

Zusätzlich finden im St. Lorenz Schulkomplex insgesamt 104 Menschen einen Arbeitsplatz mit einem stabilen Einkommen.