Fatima-Kongress in Karaganda mit Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens

Unsere Gemeinschaft ist seit vielen Jahren in Kasachstan tätig. Das Land besteht aus drei Diözesen und einer Administratur und hat eine West-Ost-Ausdehnung von 4000 km. Die katholischen Gläubigen leben in einer Diaspora. Die meisten Menschen in Kasachstan sind Muslime und orthodoxe Christen. Vom 11.-13. Mai 2017 nahmen die SJM-Priester, die in Kasachstan arbeiten, am Fatima-Kongress in Karaganda teil. Gleichzeitig war dies das alljährliche Treffen der Priester aus ganz Kasachstan. Anlass war die 100-Jahrfeier der ersten Erscheinung der Muttergottes in Fatima am 13. Mai 1917. Der Kongress behandelte die Botschaft von Fatima, die Geschichte der Erscheinungen und die Spiritualität katholischer Marienverehrung. Veranstaltungsort war die Kathedrale „Maria von Fatima, Mutter aller Nationen“ in Karaganda.

Dem Kongress wurde ein großer Stellenwert eingeräumt, wie es die Zahl der teilnehmenden Bischöfe, Priester und Ordensleute zeigt. Dazu gehörten u. a. der offizielle päpstliche Delegat Kardinal Paul Josef Cordes, der Nuntius Erzbischof Francis Assisi Chullikatt von Kasachstan, Tadschikistan und Kirgistan, der Nuntius Erzbischof Celestino Migliore von Russland und Usbekistan, der Metropolit von Kasachstan Erzbischof Tomash Pieta von Astana, Bischof Adelio del Oro von Karaganda, Bischof José Luís Mumbiela Sierra von Almaty, Bischof Joseph Wert von Nowosibirsk, der Weihbischof Athanasius Schneider von Astana, der apostolische Administrator Dariusz Buras von Atyrau, der Vorsitzende der russischen Bischofskonferenz Clemens Pickel von Saratow, der Erzbischof und Metropolit Poalo Pezzi von Moskau und der russisch-orthodoxe Bischof Gennadi von Kaskelen (Kasachstan) und Vikar der Eparchie Astana, sowie ein weiterer orthodoxer Bischof als Beobachter beim Schlussgottesdienst.

Erfrischend und motivierend waren die Herzlichkeit und Unbefangenheit der Gespräche der Teilnehmer untereinander. Man hatte den Eindruck in einer großen Familie zu sein, die das gleiche Ziel verfolgt, nämlich Gott anzubeten und den Mitmenschen zu helfen.

Kath.net veröffentlichte die Predigt des päpstlichen Delegaten von Kardinal Paul Josef Cordes beim Abschlussgottesdienst. Ein geradezu historisches Ereignis war die besondere Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens mit namentlicher Erwähnung der katholischen Kirche in Kasachstan, Russland und den Ländern Zentralasiens, aller Christgläubigen, jener, die den einen Gott anbeten und der Menschen guten Willens, deren Glaube und Hingabe nur Gott bekannt sind.